Krankes Wasser – Fehlendes Fachwissen oder bewusste Täuschung?

Im Zusammenhang mit der Leupser Quelle wird in der Presse geradezu inflationär der Begriff „krankes Wasser“ verwendet. In gefühlt jedem Pressebericht ist vom „sogenannten kranken Wasser“ die Rede. Der aufmerksame und interessierte Zeitungsleser stellt sich nun aber die Frage, was steckt hinter diesem Begriff. Die Antwort darauf ist genauso überraschend wie erschreckend. Den Begriff „krankes Wasser“ gibt es nämlich überhaupt nicht. Allein schon durch die Aussage „sogenanntes krankes Wasser“, wird dem Leser der Eindruck vermittelt, es handele sich hierbei um einen wissenschaftlich belegten und begründeten und in Fachkreisen gebräuchlichen Begriff im Zusammenhang mit Wasser und Wasserqualität. Aber leider weit gefehlt. Laut dem Gesundheitsamt Bayreuth ist der Begriff „krankes Wasser“ in keiner Form wissenschaftlich belegt und fundiert und wird vom Gesundheitsamt Bayreuth als Definition vehement abgelehnt. Auch wenn man Ihn als Suchbegriff bei Google eingibt, kommt als Suchergebnis nicht etwa die Seite vom Gesundheitsamt oder vom Wasserwirtschaftsamt oder eine wissenschaftliche Abhandlung über Wasserqualität. Nein, man wird auf die Berichterstattung des Nordbayerischen Kuriers über das Leupser Wasser verwiesen. Abschießend stellt sich daher nur noch eine Frage: Wer nennt dieses „sogenannte kranke Wasser“ eigentlich so? Anscheinend wird dieser Begriff nämlich nur von einer Stelle verwendet. Handelt es sich hierbei schlicht und einfach um fehlendes Fachwissen oder um bewusste Täuschung. Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung.

Advertisements

Solidargemeinschaft

Zur Stellung der Ortschaft Leups im Zweckverband Juragruppe gibt es immer wieder Missverständnisse sowie fehlerhafte oder unvollständige Aussagen und Berichterstattungen. Daher hierzu eine kurze Erklärung und Erläuterung.

Die Ortschaft Leups hat seine Wasserversorgung in der Vergangenheit selbst aufgebaut, bezahlt und betrieben. Im Zuge der Eingemeindung im Jahr 1978 ging diese an die Stadt Pegnitz über. Im selben Jahr trat dann die Stadt Pegnitz dem Zweckverband Juragruppe bei. Seit dieser Zeit kümmert sich der Zweckverband Juragruppe um die Wasserversorgung der Stadt Pegnitz sowie all Ihrer Ortsteile(damit natürlich auch Leups!). Die Bürger der Ortschaft Leups zahlen somit seit mittlerweile 40 Jahren in die Solidargemeinschaft Zweckverband Juragruppe ein. Genauso wie es die Bürger alle anderen Städte und Ortschaften auch tun, die Mitglied des Zweckverbands sind.

In den letzten Jahrzehnten wurden vom Zweckverband Juragruppe in vielen Städten und Ortschaften Investitionen zur Wartung und Sanierung der örtlichen Wasserversorgung getätigt. Die Kosten hierfür wurden im Rahmen der Solidargemeinschaft getragen. Das heißt, auch die Leupser Bürger haben sich in den letzten 40 Jahren solidarisch an allen Kosten beteiligt. In der direkten Umgebung von Leups wurden vor einigen Jahren noch Millionenbeträge in die Sanierung einer Quelle als Insellösung investiert. Und wie bereits erwähnt, auch hier hat Leups im Rahmen der Solidargemeinschaft seinen Beitrag geleistet.

Zusammenfassend lässt sich folgendes festhalten: Die Bürger der Ortschaft Leups zahlen seit 40 Jahren in die Solidargemeinschaft ein. In die Sanierung und Erhaltung Ihrer eigenen Wasserversorgung wurde in dieser Zeit aber kaum etwas investiert. Als Beweis hierfür dient das Leupser Wasserhaus, welches sich in einem erbärmlichen Zustand befindet. Die Leupser Bürger fordern daher nur was Ihnen zusteht, nämlich gleiches Recht für alle.