Streitsache Spülschieber

Der Eine oder Andere wird es ja schon mitbekommen haben:

Wir haben uns tatsächlich in Sachen Hochbehälter-Entleerung am 24.08.2012 vor Gericht getroffen, der Zweckverband Juragruppe war der Meinung, uns per Unterlassungsklage verbieten zu können, unsere Meinung zu vertreten, dass dieser Vorfall einem defektem Spülschieber zuzuschreiben war. Getrennt haben wir uns mit einer gütlichen Einigung, der sehr souveräne Richter am Landgericht hat aber auch klar herausgestellt, dass unsere Meinungsfreiheit für die Juragruppe unantastbar ist.

Die so wunderbar süffisant geschriebenen Beiträge „Das Pippilotta-Prinzip für Werkleiter“ und „Pippi kann’s nicht lassen“ haben wir aufgrund der gütlichen Einigung aus dem Netz genommen, immer noch im Netz ist aber der Statusbericht Leups der Juragruppe, in dem auf Seite 4 der unbedarfte Leser den Eindruck bekommen könnte, dass in Leups das Wasser knapp wird, sobald mal ein bisschen gefeiert wird:

Dazu ist klarzustellen:

Unser Hochbehälter fasst 100 m³ Wasser, bei einem Fest werden bei uns i. M. 15-20 m³ am Wochenende verbraucht, da kommt es nicht einmal zu einem Engpass, wenn unser Braumeister gleichzeitig Flaschen spült.

Dies beweisen wir ja gerne auch immer wieder mit unseren schönen Festen am Leupser Schupfn, von denen bislang noch keines zur Wasserknappheit in Leups geführt hat (sonst würden wir ja auch keine mehr veranstalten 😉
Stattdessen kam die Entleerung wohl zustande, weil eine (in unseren Feuerwehrplänen bis dahin als Unterflurhydrant bezeichnete) Spülarmatur mit einem Standrohr zur Wasserentnahme für den Bühnenaufbau genutzt wurde.

Was keiner wissen konnte: Bei geöffnetem Schieber und geschlossenem Standrohr lief das Wasser wohl durch vorhandene Löcher unterirdisch ab. Dies verleitete unseren Monopol-Versorger zu der (wohl etwas zu sorglos recherchierten) Aussage:

Aha.
Der Auslauf über den unterirdischen Ablauf sollte also größer sein als das Standrohr. So eine Leitung sollte man ja sehen – gottseidank haben wir beim Ausbau schön aufgepasst:

Der unterirdische Ablauf scheint irgendwie noch unter dem Wasser verborgen, das munter durch das korrodierte Steigrohr sprudelt, also schauen wir doch mal, wie sich die Lage nach Ausbau der geheimnisvollen Armatur darstellt:

Sie sehen: Sie sehen … NICHTS, zumindest keinen „wesentlich größeren“ unterirdischen Ablauf zum Vorfluter, der Hochbehälter wird sich doch wohl nicht schlicht und ergreifend durch eine stark korrodierte Armatur entleert haben?

Ganz entschieden Nein stellt unser Monopol-Versorge im weiteren Schriftwechsel zu seiner Unterlassungsklage klar und bringt nun Variante 3 zu Papier:

Wie jetzt? Kein unterirdischer Ablauf mehr, größer als das Standrohr?
Da wird sich doch die Juragruppe nicht geirrt haben?
Dann hätten die ja die Öffentlichkeit, den Bürgermeister, die Stadt- und die Verbandsräte falsch informiert?
Naja, die Richtigstellung kommt bestimmt noch, man hat ja derzeit relativ viel mit Unterlassungsklagen zu tun beim Zweckverband …

Stattdessen jetzt also ein 5mm großes Loch zur Entleerung.
Ja, genau dadurch ist unser Hochbehälter bestimmt innerhalb von 7 Stunden leer gelaufen.
Ganz bestimmt.
Muss so sein, hat ja ein Gutachter geschrieben.

Obwohl … es gibt da ein Ausflussgesetz nach Toricelli, mit dem man so was ja berechnen kann. Haben wir gemacht und festgestellt: Bei reichlich angenommenem Druck auf der Leitung würde es runde 68 Stunden dauern, bis 100m3 Hochbehälter-Inhalt durch ein 5mm-Löchlein geflossen sind.
Die ganze Aktion hat aber nur 7 Stunden gedauert, dann war das Standrohr weg und der Schieber wieder zu.

Das Thema scheint jetzt aber schon soweit hochgekocht zu sein, dass auch die Kinder der Juragruppen-Mitarbeiter diesen Streit verarbeiten mussten. Wie anders sollten wir uns dieses Bild erklären, das wohl ein kleines Kind zum Thema Entleerungsbohrung gemalt hat:

Gut, mit der Rechtschreibung klappt´s noch nicht so richtig, „Funktion“ und „Betätigung“ sollte man schon groß schreiben, aber dafür hat der/die kleine unbekannte Maler(in) ja sehr schön im Bild umgesetzt, dass man eine Anbohrung zur Entleerung ja schon am besten unten setzt, damit das Wasser aus dem Steigrohr möglichst komplett ablaufen kann – macht Sinn.
Das, was wir aber beim Ausbau des Schiebers fotografiert haben, sind mehrere Löcher in der Mitte des Steigrohrs – die machen keinen Sinn und sind wohl nur durch Korrosion zu erklären:

Insofern hat uns die ganze Klagerei nicht wirklich überzeugt, unserer Meinung nach ergibt der Faktencheck nach wie vor: Grund ist eine defekte Armatur (deswegen ja wohl auch von der Juragruppe ausgebaut).

Hätte man statt der – schon lange nicht mehr zeitgemäßen – persönlichen Sichtung und Zeituhr-Einstellung im Hochbehälter irgendwann in den letzten Jahrzehnten mal etwas so Hochmodernes wie eine Schwimmerschaltung oder gar eine Alarm-Meldung in unserem Hochbehälter eingebaut, wäre wohl gar nicht viel passiert und Leups wäre noch nicht einmal dieses eine Mal auf dem Trockenen gesessen.

Ist übrigens der einzige bekannte Fall aus den letzten Jahrzehnten, obwohl wir (v. a. Im Sommer) feste Feiern, Braumeister Stefan sein wunderbares Bier braut und wir alle gerne unser gutes Wasser trinken, man möge uns also bitte nicht mehr einreden wollen, unser Wasser reiche nicht.

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Juragruppe zähmt umtriebige Quellen

Noch im Frühjahr 2018 hatte der Werkleiter der Juragruppe Hans Hümmer seinen Frust im Nordbayerischen Kurier kund getan, daß es ihm nicht möglich wäre die Leupser Quellen einzuzäunen, er wisse gar nicht wo sie seien 😦  Die Verzweiflung steht Ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, da er genau weiß, daß die Einfriedung schon lange überfällig ist und schon seit 1956 laut Wasserrechtsbeschluß gefordert wird:

Einfriedung1956

Nur was will er tun, die Quellen sind einfach nicht aufzufinden? Über ein halbes Jahrhundert verstecken sich die Quellen irgendwo im Waldboden und wenn man sie sucht weichen sie zur Seite, klettern auf Bäume oder verstecken sich anderswo im Dorf.

Es klingt fast wie ein Wunder, aber nach über 62 Jahren intensiver Suche konnte die Juragruppe nun die Quellen ausfindig machen und mittels Bauzaun deren umtriebiges Wesen zähmen:

IMG-20180830-WA0006

Was genau war geschehen? Hat sich der Werkleiter Hilfe bei Julia Leischik geholt? Hat die in Quellnähe gefundene Wildkamera etwas damit zu tun? Oder ist ein Mitarbeiter versehentlich über einen der beiden Markierungssteine gestolpert?

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Egal! Die Quellen sind eingefangen und der Zaun verhindern zumindest, daß Elefant, Zebra, Hirsch und Giraffe ihr Geschäft unmittelbar über den Quellen verrichten können.
Fuchs, Hase und andere Kleintierchen möchten wir an dieser Stelle ganz offiziell bitten NICHT unter dem Bauzaun hindurch zu kriechen und im Quellbereich ein Häufchen zu machen, sonst bekommen wir wieder diese bösen Kolibakterien und der Werkleiter kommt wieder mit seiner alten Leier vom „kranken Wasser“.

Alternative Facts – Folge 2

Was macht eigentlich inzwischen Kellyanne Conway?

ConwayHat Sie genug von der großen Aufmerksamkeit der Weltbühne und berät jetzt die Juragruppe anstelle von Trump? Dies könnte eine Erklärung sein für die alternativen Fakten, mit denen unser liebster Wasserversorger die Stilllegung unserer Leupser Quellen – immer wieder kreativ, immer wieder anders – begründet hat.
Die Juragruppe redet ja nicht mit uns, daher stammen alle diese Fakten aus der Presse – und was da schwarz auf weiss in der Zeitung steht, muss ja wahr sein … oder doch alles nur fake news?

heute nun Folge 2: Die Quellschüttung ist schuld! … oder doch nicht?

1996 war die Welt noch in Ordnung, am 29.02. durften wir in der Zeitung lesen:
„Er (Hans Hümmer) führte (im Stadtrat) weiter aus, daß die Leupser Anlage im Rahmen der Juragruppe saniert werden soll. Auf die Frage, ob das Wasser auch bei weiterer Bautätigkeit ausreichend sei, antwortete Hümmer, daß er aufgrund der ihm bekannten Quellschüttung keine Probleme sehe.“

Das blieb so stehen (unsere Wasserversorgungsanlage übrigens auch – ohne Sanierung), bis die Juragruppe vor Gericht gegen den Landwirt (die Verkörperung des BÖSEN, siehe auch Teil 1) verloren hat und man ja zunächst argumentierte, daß jetzt zu wenig Wasser abgenommen werden würde, erst am 11. Dezember 2017 teilte man dem Kurier mit:
Die Wassermenge des Leupser Brunnens ging zurück. Wie bei allen oberflächennahen Quellen“, sagt Hümmer.“
Macht ja nix, könnte man denken, wegen dem bösen Landwirt wird ja jetzt auch weniger verbraucht – oder wie war das doch gleich? Im gleichen Atemzug aber sagt der Werkleiter der Juragruppe auch:
Aber die Mengen seien für die Frage der Leupser Eigenversorgung nur zweitrangig. Denn dort darf nur soviel entnommen werden, wie es das Wasserrecht erlaubt. Die Genehmigung stammt von 1956 und dort steht eine Höchstmenge von 36 Kubikmeter am Tag, das entspricht 26 Litern in der Minute.
Also alles gut? Mitnichten, zu früh gefreut, liebe Leupser, da kommt gleich noch ein zweites Aber hinterher:
„Aber in der Spitze brauchen wir mehr“, sagt Hümmer und nach der Spitze richtet sich das, was geplant wird.“
Echt jetzt? Da ist es wieder, das Pipilotta-Prinzip – und überhaupt, wurde der Hans Hümmer hier überhaupt richtig zitiert? Man lese den – von der Juragruppe veröffentlichten – Wasserrechtsbescheid und staune:
Auszug_1956Da muss doch der kritische und unparteiische Reporter was falsch verstanden haben … oder der Hans Hümmer?
Jedenfalls wurde der Verbrauch damals mit 36, irgendwas Litern angenommen und KEINE Höchstmenge festgelegt – die Menge war aber auch damals schon mehr als ausreichend. Aber irgendwas mit 36 steht im Wasserrechtsbeschluss, da hat der Hans Hümmer schon recht!

Und für Spitzenverbräuche wäre da ja auch noch der Hochbehälter …
Aber auch dazu hat ja die Juragruppe ein klares Statement abgegeben, im Kurier am 05.12.2017:
Die Bewohner von Leups einschließlich einer Brauerei verbrauchen derzeit 7000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

Ein weiteres Problem sei die geringe Quellschüttung mit teilweise nur rund 60 Kubikmetern pro Tag. Das könne zu Engpässen führen.

Da das Wasserrecht lediglich die Entnahme von 0,43 Liter pro Sekunde erlaube, dauere es fast drei Tage, ehe der Behälter wieder befüllt ist – vorausgesetzt, es werde derweil kein Wasser entnommen. „Was in der Praxis nicht möglich ist“, sagte Hümmer.
Also nochmal rechnen: 7000 m3 im Jahr : 365 = 19,17m3/Tag.
Wieso sind denn dann „teilweise nur 60 Kubikmeter pro Tag“ Quellschüttung ein Problem? Und: schon da hat der objektive, kritische Journalist wohl was falsch verstanden, der Hans Hümmer kann das ja nicht zweimal falsch dargelegt haben mit der Entnahmebegrenzung im Wasserrechtsbeschluss – oder doch? Schließlich steht´s ja in der Zeitung …

Für die kleinen Mathefüchse unter uns:
Wie lange braucht nochmal ein 100m3 großer Hochbehälter zur Komplettfüllung (wenn er denn wirklich mal ganz leer wäre), wenn die Quelle 60m3 am Tag schüttet und die Ortschaft 19,17 m3/Tag braucht?
Das ist jetzt gar nicht so einfach, aber der kleine Sparkassenfachangestellte rechnet vor: 60 Schüttung -17,4 Verbrauch = 42,6 m3 „übrig“
100 : 42,6 = 2,35 Tage bei normalem Verbrauch – stimmt, das sind ja fast drei 🙂

Aber HALT! Das stimmt ja gar nicht mit den 7.000 m3 im Jahr, denn im SELBEM Artikel lesen wir:
Hümmer beweist anhand der Statistik, dass in den Jahren von 2002 bis 2006 der Jahresverbrauch im Durchschnitt bei 11.191 Kubikmetern lag. In den Jahren von 2013 bis 2017 betrug der Verbrauch im Schnitt 11.789 Kubikmeter.
Die von der Juragruppe veröffentlichten Statistiken haben wir uns angeschaut, dort steht der mittlere Verbrauch der Jahre 2006 – 2016, ist also schwierig, damit was für die Jahre 2002-2006 zu beweisen – aber das war bestimmt eine andere Statistik, die der kritische und unparteiische Journalist hier ja wohl sorgfältig geprüft hat, ehe er solche Sätze veröffentlicht.
Jedenfalls – mit ein klein wenig Addition und Division kommt da ein durchschnittlicher Verbrauch von 30,18m3/Tag raus, bei diesen Statistiken, jetzt üben wir uns noch ein bißchen in Multiplikation und schon kommen wir bei 365 Tagen im Jahr auf rund 11.017m3 im Jahr.
Wie jetzt? Weiter oben stand doch 7.000m3, und zwar schwarz auf weiss?

Die Differenz klärt sich durch den enormen Weitblick des Juragruppen-Werkleiters:
Hinzu komme, dass sich ein Landwirt laut einem Gerichtsurteil vom Benutzerzwang befreien lassen könne. „Dies bedeutet, dass der Verbrauch in Leups im Durchschnitt auf zirka 7000 Kubikmeter fallen wird.“
Ja das konnte ja keiner ahnen, dass der Hans Hümmer hellseherische Fähigkeiten hat, kein Wunder, daß der kritische und objektive Berichterstatter das irgendwie durcheinander gebracht haben muss … und außerdem ist ja der Landwirt schuld, sieh auch Teil 1, Punkt! … oder?

… und dann war da noch die aktuelle Aufregung um die Löschwasserversorgung, weil die Leupser Quelle angeblich so dramatisch viel weniger schüttet, in den Nordbayerischen Nachrichten vom 02.08.2018 war zu lesen:
„Die Quellschüttung ist laut Juragruppe seit dem Frühjahr kontinuierlich zurückgegangen: Von 1,42 Litern pro Sekunde im April auf 1,25 im Mai 2018. Im Juni waren es nach Messungen des Wasserversorgers noch 1,06 Liter und im Juli nur mehr 0,80 Liter pro Sekunde. „Bei den zurzeit stattfindenden zweitägigen Quellmessungen ist festzustellen, dass sich das Mengendargebot bei diesem Messrhythmus um jeweils zirka 0,02 Liter pro Sekunde verringert“, so Hümmer und Zweckverbandsvorsitzender Manfred Thümmler in einer gemeinsam unterzeichneten Erklärung. Die Messung am 30. Juli habe nur noch 0,76 Liter und die am 1. August noch 0,74 Liter pro Sekunde ergeben.“
Wir gratulieren der Juragruppe an dieser Stelle zum neu erwachtem Verantwortungsbewusstsein und wundern uns, warum die Öffentlichkeit erst 2018 über diesen Umstand informiert wurde.
Im Jahre 2015 hätte die Meldung z. B. gelautet:
Die Quellschüttung ist seit dem Frühjahr kontinuierlich zurückgegangen.
Von 1,25 Litern pro Sekunde im April auf 1,11 im Juni, im August waren es nur noch 0,83 Liter … und so weiter und so fort. Der geneigte Leser nehme sich die Quellschüttungs-Statistik (nach Zahlen der Juragruppe) und suche sich irgendein Jahr aus, der Vorgang ist derselbe, nur die Zahlen sind andere. Scheint also ein ganz normaler Vorgang zu sein, dass unsere Quelle nun mal im Sommer weniger schüttet als im Winter.
Sie hat auch schon weniger geschüttet als in der derzeitigen Dürreperiode, da wurde allerdings niemand alarmiert … schon komisch, oder?

Fakten zur Löschwasserversorgung

Im Informationsblatt vom 02.08.18 versucht die Jurapruppe mit Falschdarstellungen zur Löschwasserversorgung bei der Leupser Bevölkerung Angst und Panik auszulösen. Eine Gegendarstellung haben wir bereits vor zwei Tagen verteilt, es folgen nun Fakten dazu:

Die heutige Messung ergab steigende Werte für die Quellschüttung, mit 69,8 cbm/Tag liegt sie höher also noch vor 10 Tagen mit 66,8 cbm/Tag. Auch im Vergleich zur Quellschüttung von 1956 mit 75 cbm/Tag liegt der derzeitige Wert trotz lang anhaltender Trockenheit nur ca. 8% darunter. Also derzeit sogar ansteigend und kein Grund zur Panikmache. Hier ein aktuelles Foto des Überlaufes von heute Mittag wo auch die Schüttungsmessungen durchgeführt werden:2018-08-04-12-15Aufgrund der insgesamt positiven Wasserbilanz, d.h. mehr Schüttung als Verbrauch, ist unser Hochbehälter auch randvoll gefüllt, was uns heute per Email von der Juragruppe so auch bestätigt wurde.

Zur Sicherstellung des Brandschutzes wird in Leups die Fichtenohe als unerschöpfliche Löschwasserversorgung mit einbezogen. An den Ansaugstellen der Fichtenohe wurde diese leicht angestaut um die Löschwasserentnahme zu erleichtern und sicherzustellen:IMG-20180803-WA0011Am gestrigen Nachmittag wurde eine Ansaugprobe durch die Feuerwehr Leups durchgeführt. Auch beim maximaler Wasserentnahme durch die Feuerwehrpumpe ist der Pegelstand der Stauung konstant geblieben, die Fichtennohe führt derzeit Wasser für sicherlich 3-fache Pumpenentnahme:IMG-20180803-WA0013Zusammenfassend können wir feststellen, daß die Löschwasserversorgung sowohl aus dem Hochbehälter mit ca. 100cbm als auch aus der Fichtenohe mehr als ausreichend ist.

Es Besteht kein Anlass zur Angst- und Panikmache !

Nachtrag: mit dem Informationsblatt vom 06.08.18 an die Leupser Bürger bestätigt auch Bürgermeister Uwe Raab, daß die Löschwasserversorgung in Leups gesichert ist.

 

Alternative Facts – Folge 1

Was macht eigentlich inzwischen Kellyanne Conway?

ConwayHat Sie genug von der großen Aufmerksamkeit der Weltbühne und berät jetzt die Juragruppe anstelle von Trump? Dies könnte eine Erklärung sein für die alternativen Fakten, mit denen unser liebster Wasserversorger die Stilllegung unserer Leupser Quellen – immer wieder kreativ, immer wieder anders – begründet hat.
Die Juragruppe redet ja nicht mit uns, daher stammen alle diese Fakten aus der Presse – und was da schwarz auf weiss in der Zeitung steht, muss ja wahr sein … oder doch alles nur fake news?

heute nun Folge 1: Der Aussiedlerhof ist schuld! … oder doch nicht???

Am 22.09.2017 war im Kurier zu lesen:

Wie mehrfach berichtet, will sich ein Landwirt von der Wasserlieferung durch die Juragruppe abnabeln, will einen Brunnen bohren und sich selbst versorgen. Die Juragruppe verweigerte ihm die nötige Befreiung, der Landwirt klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht – und bekam recht.
„Wir erarbeiten gerade den Befreiungsbescheid“, sagte Hans Hümmer, Geschäftsführer der Juragruppe, gestern. Damit habe sich dann die eigene Wasserversorgung für Leups erledigt. Nicht nur, weil das Quellwasser immer wieder mit Keimen belastet ist. Sondern vor allem, weil der Landwirt ein wichtiger Abnehmer war und jetzt trotz der lokalen Brauerei deutlich weniger Wasser verbraucht werde. Dadurch drohe mangels Durchfluss stehendes Wasser in den Leitungen – wodurch wiederum die Verkeimungsgefahr in nicht hinnehmbarer Weise steige.
Bleibe als Alternative also nur der Anschluss von Leups an das Zentralnetz der Juragruppe. Dieser erfolge durch den Bau einer Leitung nach Bodendorf.

Aber Moment mal, wollte denn der Landwirt nicht einen Brunnen bohren, um seinen MEHRVERBRAUCH zu decken, der durch den Neubau eines sehr viel größeren Stalls entstanden ist?

Nachzulesen ebenfalls im Kurier, 28.10.2016:

Der Landwirt versteht im Übrigen die Welt nicht mehr: Vor dem Bau seines neuen Stalles habe er 2000 Kubikmeter Wasser aus der Quelle verbraucht und würde das auch weiterhin tun. Und nun bekomme er den schwarzen Peter zugeschoben, weil er nicht die doppelte Wassermenge abnehmen möchte.

Dazu steht er übrigens immer noch – weswegen wir Leupser auch voll hinter ihm stehen, er hat ja nur sein gutes Recht wahrgenommen, nimmt aber unserer einhelligen Meinung nach keinerlei Einfluss auf unsere Wasserversorgung. Wie denn auch, wenn er durch die eigene Versorgung nur den MEHRVERBRAUCH decken möchte???

Und überhaupt: Waren sich in dem Rechtsstreit nicht die Anwälte beider Seiten ausnahmsweise einig, dass der Landwirt eben NICHT schuld sei?
Man lese den Kurier vom 10.05.2017:

Das sah Rechtsanwalt Hess anders. Eine Investition in den Hochbehälter sei deutlich günstiger als der Anschluss an die Juragruppe. Er verwahrte sich gegen Vorwürfe gegen seinen Mandanten, dieser sei durch seinen Antrag auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungzwang der öffentlichen Wasserversorgung schuld am möglichen Aus für die  Leupser Wasserversorgung. Dem pflichtete Hampel bei: Die Eigenanlage sei nicht wirtschaftlich, der Antrag des Landwirts spiele keine Rolle.

Ja wenn das sogar der hochbezahlte Anwalt der Juragruppe sagt, dann muss das doch stimmen … oder?

Und nochmal: Hoppala, wieso gibt es jetzt NUR noch den Anschluss ans Zentralnetz???
Das klang doch schon mal anders, am 01.07.2016 dachte man (noch) nicht so einseitig und absolut, im Kurier war zu lesen:

Hümmer und Thümmler verweisen erneut auf ein Gutachten, das die aktuelle Situation genau betrachtet. In der Konsequenz sei der Erhalt der Eigenversorgung eine Variante, der Anschluss an das Zentralnetz der Juragruppe bei Bodendorf eine weitere.

oder z. B. am 30.11.16, wieder im Kurier:
Die eigene Wasserversorgung in Leups soll vorläufig weiterbetrieben werden — solange keine weiteren Probleme auftreten.

Für den Leitungsbau von Bodendorf inklusive dem Leupser Anschluss kalkuliere man einschließlich der Ingenieurleistungen mit Kosten von 1,9 Millionen Euro. Die Maßnahme sollte innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre abgewickelt werden, „was aus heutiger Sicht auch haushaltswirtschaftlich möglich ist“.
Das heißt für Leups: Die Eigenversorgung könnte trotzdem aufrechterhalten werden, „solange keine größeren Probleme auftreten“

Im selben Artikel wird auch klar, daß der entsprechende Beschluss auf eben dieser Basis (Weiterbetrieb der Leupser Quellen UND Ringleitungsbau) gefallen ist:

Der Beschluss pro Ringleitung fiel einstimmig. Für Bürgermeister Uwe Raab war klar, dass man sich nicht zwischen den Interessen der Leupser und denen des Zweckverbandes entscheiden müsse, „wie ich ursprünglich dachte“. Sondern dass es einfach um die vernünftigste, wirtschaftlichste und damit beste Variante gehe.

Tja, so kann man sich täuschen, Herr Bürgermeister … oder wurden Sie getäuscht???