Solidargemeinschaft

Zur Stellung der Ortschaft Leups im Zweckverband Juragruppe gibt es immer wieder Missverständnisse sowie fehlerhafte oder unvollständige Aussagen und Berichterstattungen. Daher hierzu eine kurze Erklärung und Erläuterung.

Die Ortschaft Leups hat seine Wasserversorgung in der Vergangenheit selbst aufgebaut, bezahlt und betrieben. Im Zuge der Eingemeindung im Jahr 1978 ging diese an die Stadt Pegnitz über. Im selben Jahr trat dann die Stadt Pegnitz dem Zweckverband Juragruppe bei. Seit dieser Zeit kümmert sich der Zweckverband Juragruppe um die Wasserversorgung der Stadt Pegnitz sowie all Ihrer Ortsteile(damit natürlich auch Leups!). Die Bürger der Ortschaft Leups zahlen somit seit mittlerweile 40 Jahren in die Solidargemeinschaft Zweckverband Juragruppe ein. Genauso wie es die Bürger alle anderen Städte und Ortschaften auch tun, die Mitglied des Zweckverbands sind.

In den letzten Jahrzehnten wurden vom Zweckverband Juragruppe in vielen Städten und Ortschaften Investitionen zur Wartung und Sanierung der örtlichen Wasserversorgung getätigt. Die Kosten hierfür wurden im Rahmen der Solidargemeinschaft getragen. Das heißt, auch die Leupser Bürger haben sich in den letzten 40 Jahren solidarisch an allen Kosten beteiligt. In der direkten Umgebung von Leups wurden vor einigen Jahren noch Millionenbeträge in die Sanierung einer Quelle als Insellösung investiert. Und wie bereits erwähnt, auch hier hat Leups im Rahmen der Solidargemeinschaft seinen Beitrag geleistet.

Zusammenfassend lässt sich folgendes festhalten: Die Bürger der Ortschaft Leups zahlen seit 40 Jahren in die Solidargemeinschaft ein. In die Sanierung und Erhaltung Ihrer eigenen Wasserversorgung wurde in dieser Zeit aber kaum etwas investiert. Als Beweis hierfür dient das Leupser Wasserhaus, welches sich in einem erbärmlichen Zustand befindet. Die Leupser Bürger fordern daher nur was Ihnen zusteht, nämlich gleiches Recht für alle.

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kam der Zerfall der Anlage so plötzlich, überraschend und unaufhaltsam?

Sicherlich hat sich schon jeder gefragt, wie es sein kann, daß die Leupser Wasseranlage in einem solch erbärmlichen Zustand ist. Ist der Zerfall wirklich so schnell und überraschend gekommen? Konnte man tatsächlich nichts dagegen tun? War es höhere Gewalt oder haben ausserirdische Kreaturen die Anlage innerhalb von Sekunden um Jahrzehnte altern lassen?
Ja, so muss es gewesen sein, denn laut Aussagen der Juragruppe ist täglich ein Mitarbeiter vor Ort. Nach den dafür in den Raum gestellten Personalkosten von jährlich ca. 30.000€ müssen die Mitarbeiter sogar mehrere Stunden dort verbringen. Sollte ihnen dabei der miserable Zustand nicht aufgefallen sein?
Außerdem sollte der Wasserversorger laut § 14 der Trinkwasserverordnung mindestens einmal jährlich die Schutzzonen besichtigen und das Ergebnis dokumentieren. Bestimmt hätte da ein Mitarbeiter die Zersetzung der Gebäude bemerkt.
Folglich muss der Zerfall erst in den letzten Monaten geschehen sein und in rasanter Geschwindigkeit, anders lässt es sich nicht erklären warum bis heute keine Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Ja genau, das ist die einzig schlüssige Erklärung für das Verhalten der Juragruppe. Seltsam ist nur wieso Werkleiter Hans Hümmer schon im  Jahre 1996 von Sanierung gesprochen hat. Hatte er schon eine Vorahnung oder Kontakt mit den ausserirdischen Kreaturen?

 

krankes Wasser oder krankes Wasserhaus ?

Behauptung:

  • Von Seiten der Juragruppe wird unser gutes Leupser Wasser von der Quelle weg als krankes Wasser betitelt.

Info:

  • Das aus der Quelle/Quellfassung kommende Wasser, das sog. Rohwasser gelangt über die Wasseraufbereitung (UV-Entkeimung) und wird so zum Reinwasser.

Fakten:

  • Wäre die Quelle tatsächlich schlecht, also ein „krankes Wasser“ in dem E. coli Bakterien vorkommen, dann müssten diese Bakterien immer darin nachzuweisen sein.
  • Nach der Aufarbeitung dürften Bakterien NICHT mehr im Wasser zu finden sein.
  • Bakterien wurden jedoch im Roh- als auch im Reinwasser, d.h. vor und nach der UV-Entkeimung nachgewiesen. Folglich arbeitet entweder die Entkeimung nicht richtig (was nicht anzunehmen ist) oder die Bakterien gelangen erst NACH der Aufbereitung ins Wasser.
  • Bei E. coli handelt es sich um ein Bakterium das im menschlichen oder tierischen Darm vorkommt.
  • Da die Bakterienkolonien in unserem Wasser NICHT dauerhaft nachzuweisen sind sondern in den letzten zehn Jahren zwei mal schubweise auftraten kann es auch nicht ursächlich an der Quelle liegen.

Richtigstellung:

  • Die im Leupser Wasser nachgewiesenen Bakterien stammen NICHT von einem „kranken Wasser“ bzw. einer „kranken Quelle“ sondern sind dem maroden Gesamtzustand der Anlage zuzuschreiben, d.h. die Verkeimung geschieht höchstwahrscheinlich IN der Anlage durch Fäkalien von Kleintieren die dort ungehindert Zugang haben. Die Ursache ist somit ein „krankes Wasserhaus“.